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  • CONCEDUS und snipinvest kooperieren: Investitionen in den globalen Kunstmarkt

    In unserer Reihe „Partnerschaften“ stellen wir regelmäßig spannende Kooperationspartner und Use Cases von CONCEDUS vor – dieses Mal die snipinvest GmbH aus Nürnberg. Das Fintech ermöglicht Anlegerinnen und Anlegern, auf einfache Weise in den globalen Kunstmarkt zu investieren. Den Fragebogen beantwortet Ania Miller, Mitgründerin von snipinvest.

    Kurz zu Deiner Person: Wer bist Du und welche Rolle hast Du bei snipinvest?

    Hi, ich bin Ania Miller und ich bin Co-Founderin der snipinvest GmbH.

     

    Was macht snipinvest? 

    Mit snipinvest können Privatpersonen schon ab einem Euro pro Anteil in etablierte Blue-Chip-Art, also Kunstwerke von etablierten Künstlern, investieren und so inflationssicher von Renditechancen mit außergewöhnlichem Potential profitieren. Wir eröffnen mit snipinvest also die Welt der Kunstinvestition bereits für Kleinanlegerinnen und -anleger. Das Angebot von snipinvest ist aber natürlich auch interessant für Investoren mit hohen Investitionsbeträgen. Damit öffnet snipinvest den bisher elitären Kunstmarkt für alle und ermöglicht es allen Personen, Kunst als Anlage zu nutzen und damit an den hohen Renditechancen des Kunstmarktes zu partizipieren. Unser Ziel ist es, snipinvest in den kommenden Jahren zu Deutschlands führender Plattform für Investitionen in etablierte Blue-Chip-Art zu entwickeln.

     

    Wieso arbeitet Ihr mit CONCEDUS zusammen? 

    Wir benötigen für die Anlagevermittlung eine Bafin-Zulassung nach WpIG, die wir von CONCEDUS zur Verfügung gestellt bekommen. Für CONCEDUS haben wir uns entschieden, weil das Unternehmen sämtliche Prozesse digital abbildet, was uns als Unternehmen absolut entgegenkommt. Dazu kommt, dass CONCEDUS ebenfalls aus der Region stammt, was ein weiterer Pluspunkt war.

     

    Wie läuft die Zusammenarbeit in technologischer Hinsicht?

    Unsere Entwickler haben in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreich per API neue Technologien integriert, aber die Integration eines Haftungsdachs entlang der unterschiedlichen Verifikations- und KYC-Prozesse war aber auch für uns bisher noch Neuland. Dank einer guten Kommunikation und kurzen Entwicklungszyklen konnten wir snipinvest aber schnell und problemlos mit der CONCEDUS-API verbinden.

     

    Was wollt Ihr gemeinsam mit CONCEDUS noch umzusetzen, worüber Du jetzt schon sprechen darfst?

    Aktuell konzentrieren wir uns erstmal darauf, möglichst alle snipinvestorinnen und -investoren glücklich zu machen, indem wir ihnen tolle und renditestarke Kunst anbieten. Denn das ist der treibende Motor von snipinvest und allen Beteiligten.



    Vielen Dank für Deine Zeit, Ania – und viel Erfolg mit snipinvest!

    “Fintechs werden aufsichtsrechtlich behandelt wie vollregulierte Institute”

    Ein digitales Haftungsdach stellt Fintechs Bafin-Zulassungen beispielsweise für den Verkauf und Handel von Kryptowerten und Wertpapieren zur Verfügung. Momentan gehen viele junge Finanzunternehmen mit deutlicher Verzögerung an den Start. Welche Gründe es dafür gibt, erklären CEO Johannes Zeiß und COO Moritz Singer im Interview. 

    Aktuell haben viele Fintechs in Deutschland Schwierigkeiten damit, ihre Unternehmen in der geplanten Zeit auch wirklich an den Markt zu bringen. Moritz und Johannes, woran liegt das aus Eurer Sicht?

    Moritz: Dafür gibt es aus meiner Sicht verschiedene Gründe. Zunächst ist das Marktumfeld in den vergangenen Monaten für die Fintechs deutlich komplizierter geworden, gerade was die Kapitalbeschaffung betrifft. Dadurch können sie die vielen verschiedenen Themen innerhalb des Unternehmens weniger schnell vorantreiben – und das betrifft auch die Zulassung. Was dazu kommt: Viele Fintech-Gründerinnen und -Gründer sind vor allem in der Tech-Welt zuhause und legen darauf auch ihren Fokus. Das bedeutet, dass sie vorrangig auf ihr Angebot oder das Produkt schauen und das Thema Regulatorik oft erst zuletzt angehen. Oft sind die Prozesse schon ausgearbeitet, weshalb regulatorisch bedingte Anpassungen zu Verzögerungen und erheblichem Entwicklungsaufwand führen.

    Das heißt die Regulatorik wird auf Seiten der Fintechs zu oft unterschätzt?

    Johannes: Ja, so kann man das sagen. Fintechs werden aufsichtsrechtlich behandelt wie vollregulierte Institute, was zwar aus Sicht der Kundinnen und Kunden absolut begrüßenswert ist, aber hohe Anforderungen an die jungen Unternehmen stellt. In anderen Teilbereichen gibt es dann von der Bafin aber wieder so gut wie keine definierten Standards. Die Fintechs sind hier sehr von der individuellen Bewertung der Prüferinnen und Prüfer abhängig. Das macht es uns als Haftungsdach und den Fintechs mitunter schwer, den Zulassungsprozess effizient durchzubringen. Die offenen Punkte immer wieder nachzuarbeiten, kostet einfach Zeit.

    Wie könnte sich das ändern?

    Johannes: Wir benötigen mehr offenen und transparenten Austausch zwischen der Aufsicht und den verschiedenen Marktteilnehmern wie Fintechs und Haftungsdächern. Und wir brauchen für die verschiedenen Prozesse schnellstmöglich Standards. Das würde der gesamten Branche helfen, schneller voranzukommen und sich weiterzuentwickeln. Wir haben doch alle das gleiche Ziel: Wir wollen und brauchen einen regulatorisch sicheren Markt, der den Teilnehmern Orientierung mit Hilfe fester Standards gibt, sie aber nicht unnötig behindert. Dafür müssen aber alle an einem Strang ziehen.

    Ist es nicht eher ungewöhnlich, dass eine Branche selbst nach mehr Regulierung und Standards verlangt?

    Moritz: Das mag schon sein. Es ist aber einfach ein Fakt, dass es allen Marktteilnehmern weiterhelfen würde, wenn es weniger Interpretationsspielraum gäbe und die Themen und Prozesse klarer formuliert und geregelt wären. Gerade im Kryptobereich stehen wir ja regulatorisch noch relativ am Anfang. Mehr Regulatorik und klare Regeln sind die Voraussetzungen dafür, dass sich die großen Player dem Markt öffnen. Und erst dann kann Krypto-Trading wirklich in der etablierten Finanzwelt ankommen. Eine solche Regulatorik ist natürlich keine einfache Sache, weil auch beispielsweise EU- und deutsches Recht vereinbart werden müssen. Aber nur mit einer zunehmenden Professionalisierung kommt letztendlich der gesamte Markt voran.

    Johannes und Moritz – vielen Dank für das Gespräch!

     

    (Das Gespräch führte Jens Secker)



    Kryptowährungen: Sprung aus der Nische

    Die Anzeichen verdichten sich, dass Kryptos schon bald den Massenmarkt erreichen könnten. Viele Banken, die sich in den vergangenen Jahren noch gegen das Thema Krypto gesträubt haben, wollen jetzt einsteigen. Und auch die großen Exchanges drücken gehörig aufs Gaspedal.

    Christine Lagarde ist sich sicher: “Kryptos sind keine Währungen, Punkt. Kryptos sind hochspekulative Vermögenswerte, die ihren Ruhm als Währung beanspruchen, aber das sind sie nicht. Sie sind es nicht.” Mit ihrer Meinung ist die Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht allein. Gerade in der traditionellen Bankenwelt gibt es eine Vielzahl an Männern und Frauen, die Madame Lagarde sicherlich zustimmen. Ungewöhnlich ist das nicht: Technologische Neuerungen sorgen sehr häufig zunächst für Skepsis.

    Der Crypto-Influencer Lark Davies hat dazu eine interessante Grafik erstellt. Er vergleicht darin die Adoption des Internets in den 1990er Jahren mit den Krypto-Nutzern ab 2014. Was auffällt: Die beiden Graphen sind nahezu identisch. Auch in den Neunzigern haben viele Menschen daran gezweifelt, dass sich das Internet tatsächlich auf Dauer durchsetzen würde. Mittlerweile ist das Worldwideweb nicht mehr aus unserem täglichen Leben wegzudenken. Möglicherweise wird man das in wenigen Jahren auch über den Kryptobereich sagen.

    Gekommen, um zu bleiben

    Schon heute beträgt das durchschnittliche Handelsvolumen einer großen Exchange rund 15 Milliarden US-Dollar pro Tag. Und das Ende der Entwicklung ist noch längst erreicht: Denn viele Banken, die sich in den vergangenen Jahren gegen das Thema Krypto gesträubt haben, wollen jetzt nach und nach selbst in den Markt einsteigen, was die Transaktionszahlen noch mal weiter steigern wird. Ein weiterer Indikator ist die Marktkapitalisierung der wichtigsten Kryptobörsen: Die Exchange FTX ist beispielsweise mit 40 Milliarden Dollar heute schon deutlich mehr wert als die Deutsche Bank. Die Player, die den Kryptomarkt vorantreiben, meinen es ernst – und sie haben das nötige Kapital.

    Damit Kryptowährungen tatsächlich den Massenmarkt erreichen, muss der Handel noch deutlich vereinfacht werden. Und auch in diesem Bereich hätten wir wieder die Parallele zum Internet: Das Worldwideweb wurde zunächst nur professionell genutzt und hat sich erst dann richtig durchgesetzt, als es für jeden einfach zugänglich wurde. Das ist im Kryptobereich sehr ähnlich: Auch hier waren es zunächst die First Mover und dann kamen die ersten Fonds dazu, die das Thema aufgegriffen haben. Der Massenmarkt kommt dann, wenn das Krypto-Trading wirklich so einfach wird, wie beispielsweise die Nutzung eines Smartphones.

    Derivatehandel nimmt zu

    Aktuell sind rund 18.000 Kryptowährungen am Markt. Bei einem Großteil davon handelt es sich noch im Projekte, die nur auf wenigen technischen Standards wie beispielsweise Ethereum oder Solana basieren. Was im Kryptobereich vermehrt dazu kommt, ist der Derivatehandel, den beispielsweise FTX anbietet. In diesem Fall besitzen und handeln die Traderinnen und Trader keine echten Coins, sondern sie sind ausschließlich an der Wertentwicklung der entsprechenden Kryptowährungen beteiligt. Der zunehmende Derivatehandel sorgt für mehr Flexibilität am Markt, der dadurch auch für professionelle Traderinnen und Trader zunehmend interessant wird.

    Ein Kritikpunkt an der Kryptobranche ist häufig der vermeintlich hohe Energieverbrauch. Fakt ist, dass beim Schürfen der Kryptowährungen viel Strom benötigt wird. Fakt ist aber auch, dass der Energieverbrauch der Kryptobranche gegenüber einem klassischen Kernbanksystem nur verschwindend gering ist. Außerdem ist der Handel der Kryptowährungen an sich kein großer rechnerischer Aufwand im Blockchain-Netzwerk. Dazu kommt, dass ein Großteil der Energie ohnehin aus Erneuerbaren Energien kommt. Beim Bitcoin stammt beispielsweise 80 Prozent des Stroms, der zum Mining verwendet wird, aus Wind, Solar und Wasserkraft.

    Kryptomarkt braucht verlässliche Rahmenbedingungen

    Für den Sprung aus der Nische benötigt der Markt in den kommenden Jahren eine gute Mischung aus Regulatorik, Zugänglichkeit und Professionalität. Für die Kundin und den Kunden muss die Teilnahme am Markt einfach möglich sein. Dazu gehören aber auch spannende Produkte, die für professionelle Traderinnen und Trader interessant sind. Und für die Anbieter muss es verlässliche Rahmenbedingungen geben. Nur so wird es auch für die großen Marktteilnehmer wie Banken und Fonds interessant, im Kryptobereich mitzumischen. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, wird der Markt wohl nicht mehr zu bremsen sein.