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12 Jul 2021

Was macht ein digitales Haftungsdach?

Will ein FinTech in Deutschland eine Dienstleistung am Markt anbieten, benötigt es häufig entweder eine eigene Bafin-Zulassung. Oder das junge Finanzunternehmen nutzt ein bereits bestehendes digitales Haftungsdach – wie das von CONCEDUS.

Grundsätzlich gibt es zwei Szenarien, bei denen die Nutzung eines Haftungsdach nötig ist: Wenn das Geschäftsmodell des Finanzunternehmens den Kauf bzw. den Verkauf entweder von Vermögensanlagen oder von Wertpapieren beinhaltet – beispielsweise über eine Investment-App. Bei Vermögensanlagen können die Anbieter zwar auch mit einer Zulassung nach der Gewerbeordnung arbeiten, doch damit sind die Unternehmen, was die Finanzinstrumente angeht, extrem limitiert. Soll das Angebot über die Vergabe von Nachrangdarlehen hinausgehen, ist das Finanzunternehmen im Wertpapiergeschäft nach WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) tätig – und benötigt entweder eine eigene Zulassung der Bafin oder eben ein Haftungsdach .

CONCEDUS ist ein digitales Haftungsdach und bietet Zulassungen im Bereich Anlagevermittlung und Anlageberatung an. Unter Anlagevermittlung wird ganz generell das Zusammenbringen von Emittent*in und Investor*in verstanden. Darüber lassen sich so gut wie alle Use Cases abbilden, die ein Finanzunternehmen für eine Dienstleistung benötigt. Auch ein möglicher Sekundärmarkt kann so unter ein Haftungsdach genommen werden. Die Anlageberatung ist sehr streng nach MiFID II geregelt und wird eher von traditionellen Haftungsdächern eingesetzt, die häufig von Ex-Bankern genutzt werden. Aktuell prüft die Bafin gerade einen CONCEDUS-Antrag auf eine Zulassungserweiterung: Das fränkische Unternehmen wird seinen Kund*innen zukünftig auch Zulassungen für die Finanzportfolioverwaltung anbieten können.

Als digitales Haftungsdach orientiert sich CONCEDUS sehr stark an den Prozessen der FinTechs und stellt sicher, dass die Zeichnungsstrecken standardisiert sind. Gemeinsam mit den Finanzunternehmen werden Workflows erarbeitet, die rechtskonform und skalierbar sind. Auch die Teammitglieder müssen umfangreich geschult sein, so dass auch vonseiten der Fintechs alle Regulatorien eingehalten werden. Sobald der Workflow passt, sämtliche Vorkehrungen getroffen sind und die Bafin ihre Erlaubnis erteilt hat, darf das Finanzunternehmen an den Start gehen. Der gesamte Prozess vom ersten Kennenlernen bis zum “Go live” dauert bei CONCEDUS in der Regel zwischen vier und sechs Monaten – bei einer eigenen Zulassung können FinTechs dagegen schon mal zwölf bis achtzehn Monate einplanen, bis die Finanzaufsicht ihre Erlaubnis erteilt. 

Hier kannst Du sehen, wer die Gründer und Köpfe hinter CONCEDUS sind.

jens-secker